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jStage aus Studentensicht – Bachelor to Master

Studieren und Arbeit? Für immer mehr Studierende wird das zur Selbstverständlichkeit. Ein bisschen Geld nebenbei kann aber auch nicht schaden. Wenn die Arbeit auch noch studiennah ist und Spaß macht, geht man, für ein wenig Abwechslung, doch gerne dorthin. Dieser Blogbeitrag beschäftigt sich mit meinem Werdegang im jStage Team bzw. der iSYS Software neben meinem Studium.

Wie hats denn angefangen?

Ok, bevor ich dazu komme, wie alles abgelaufen ist, werde ich erst mal ein paar Worte zu mir als Person verlieren. Mein Name ist Andreas, ich bin 26 Jahre alt und ich studiere derzeit im Master Informatik mit Schwerpunkt Software Engineering an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Daneben arbeite ich die Hälfte der Woche am jStage PIM-System.

Mittlerweile mache ich das seit 2,5 Jahren. Angefangen hat alles, als ich auf der Suche nach einem Thema für meine Bachelorarbeit war. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine grobe Vorstellung, über was ich gerne schreiben wollte, aber zum genauen Thema hatte ich noch einige offene Fragen. Ein Bekannter von mir hat zu diesem Zeitpunkt bereits im jStage Team gearbeitet und auch seine Bachelorarbeit bereits geschrieben. Ich ging deshalb mit meinen Fragen zu ihm. Sein Rat an mich war, dass ich doch einfach mal eine Mail an den Chef mit dem Gesuch nach einer Bachelorarbeit schreiben solle. Gesagt, getan. Und wie sich herausgestellt hat, war das ein sehr guter Rat. Nicht einmal eine Woche später saß ich zu einem Vorgespräch bei iSYS und bekam eine ganze Liste an interessanten Themen für meine Bachelorarbeit vorgeschlagen, die ich im jStage Team schreiben könnte. Zu diesem Zeitpunkt war ich dann doch ganz schön baff. Nachdem ich mir die Themen angeschaut habe, habe ich mich letztendlich für den Vergleich von Workflow-Engines für die Integration in das jStage PIM-System entschieden. Eine Woche später war der Vertrag unterschrieben und ich konnte anfangen.

Während dieser Arbeit war ich zwar bereits im jStage Team, habe aber nicht aktiv am System mit entwickelt. Meine Bachelorarbeit habe ich rein prototypisch implementiert. Als sich meine Bachelorarbeit dem Ende neigte und ich mich dazu entschlossen habe, auch noch den Master zu machen, wurde ich gefragt, ob ich nicht weiterhin im jStage Team arbeiten möchte.

Und was mache ich seitdem? Natürlich arbeite ich fleißig am jStage PIM-System mit. Darüber hinaus habe ich auch noch diverse administrative Tätigkeiten in der Firma übernommen.

Abbildung 1: Beispielhafter Arbeitsablauf meiner Tätigkeiten bei der iSYS Software GmbH in BPMN

Abbildung 1: Beispielhafter Arbeitsablauf meiner Tätigkeiten bei der iSYS Software GmbH in BPMN

Wie war das denn alles so?

Was direkt ganz stark hervorgehoben werden muss ist das jStage Team. Die Mitarbeiter, die Kollegen, die Freunde. Das Miteinander ist von Anfang an freundschaftlich. Es wird nicht nur zusammen gearbeitet, sondern es wird auch in der Freizeit vieles zusammen unternommen. Man geht zusammen essen, spielt regelmäßig Fußball oder zockt eine Runde am firmeneigenen Kicker, um einen freien Kopf zu bekommen. Besser kann man sich das Arbeitsklima kaum wünschen. Aufgrund dessen war auch die Eingewöhnung und Einarbeitung extrem einfach. Von allen Seiten gab (und gibt) es viel Unterstützung. Und auch dank des freundschaftlichen Verhältnisses gibt es kaum Hemmungen, mit Problemen zu Kollegen zu gehen und um Hilfe zu bitten.

Und Hilfe war aufgrund der extrem hohen Komplexität des Projekts am Anfang oft vonnöten. Die jStage Plattform ist extrem komplex. Und auch das jStage PIM-System allein, besticht durch eine Komplexität mit der ich bisher nicht konfrontiert wurde. Sich dort zurecht zu finden benötigt einiges an Zeit und Know-how, womit ich zu kämpfen hatte.

Dazu kommen auch noch die zahlreichen Tools, die in diesem Zusammenhang verwendet werden, um den Überblick und einen geregelten Arbeitsablauf zu gewährleisten. An vorderster Front steht dort sicherlich git. Für jemanden, der noch nie mit Versionskontrolle gearbeitet hat, stellt der Umgang damit eine große Herausforderung da. Git zu nutzen ist vielleicht recht schnell möglich, aber es zu verstehen und damit zu arbeiten, das dauert ein Weilchen. Neben git wäre da noch gerrit. Ein Tool zum Code Review und der Verwaltung von Repositories (zum Thema “Code Review mit gerrit” finden Sie hier in unserem Blog bereits einen sehr interessanten Artikel). Oder Jira, ein Tracking System, um Aufgaben im Überblick zu behalten. Und dann wäre da auch noch Confluence, ein Wiki für Projektinhalte, um Informationen gezielt abzulegen.

Logos der in der jStage Platform verwendeten Tools

Abbildung 2: Logos der in der jStage Platform verwendeten Tools

Da ich davor teilweise noch nie etwas von diesen Tools gehört habe, geschweige denn damit gearbeitet habe, hat es doch einige Probleme bereitet, diese erst mal richtig zu unterscheiden. Was macht denn jetzt was? Wie funktioniert jedes davon? Und wie hängen diese Systeme zusammen? Das waren alles Fragen, die sich mir anfangs stellten. Aber am Ende war alles nur eine Frage der Zeit bis es auf diese Probleme Antworten gab.

Probleme sind auch nichts schlimmes. Probleme sind lediglich Hürden, die überwunden werden müssen. Überwunden mit Wissen. Und wie wir alle wissen, lernt man nie aus. So konnte ich diese Hürden überwinden. Im Falle von git/gerrit hat es sich sogar so gut entwickelt, dass ich die Administration dieser Systeme in der Firma übernommen habe. Nicht nur habe ich gelernt, damit zu arbeiten, sondern auch diese zu kontrollieren. Ich bin zum Ansprechpartner geworden, wenn es um diese Systeme geht.

Darüber hinaus habe ich gelernt, mit dem jStage PIM und dessen Umfeld umzugehen. Auch nach 2,5 Jahren sind mir noch lange nicht alle Stellen und Zusammenhänge in der Anwendung bekannt, allerdings verstehe ich das Grundprinzip der Funktionen und das hilft bei neuen Problemen, Aufgaben und Implementierungen. So fällt es leichter, in angemessener Zeit zu einer sinnvollen Lösung zu kommen. Auch allgemein hat sich das Verständnis, wie mit komplexen Systemen gearbeitet wird, gebessert. Dieses ist sicherlich auch auf andere Systeme übertragbar. Des Weiteren konnte ich die Arbeitsabläufe und den Entwicklungszyklus verinnerlichen. Dazu zählt nicht nur das Programmieren an sich, sondern auch das Code Review, der Deploy, und und und.

Wie finde ich das denn jetzt?

Gerade die riesige Komplexität der jStage Plattform war am Anfang ein Problem. Ins kalte Wasser geworfen zu werden ist, wie ich finde, ein zweischneidiges Schwert. Anfangs fühlte ich mich oft überfordert und wusste nicht wo links und rechts ist. Zeitweise hab ich mir gewünscht mit einem nicht ganz so komplexen System anfangen zu können. Allerdings wurde dieses Gefühl von der Kollegialität und der Hilfsbereitschaft der anderen Teammitglieder aufgefangen. Dementsprechend steil war auch die Lernkurve. In kürzester Zeit habe ich vieles dazu lernen können und das bei einem, meiner Meinung nach, optimalen Arbeitsumfeld und Spaß bei der Arbeit. Gleichzeitig bestehen auch noch gute Übernahmemöglichkeiten nach dem Abschluss des Studiums. Also ist die Tätigkeit hier nicht nur eine Teilzeitarbeit, um durch das Studium zu kommen, sondern kann als langfristiges Engagement für die Zukunft gesehen werden. Und was will man denn noch mehr?